Was vor einem Website-Projekt geklärt sein muss – und wer das klärt

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Was vor einem Website-Projekt geklärt sein muss – und wer das klärt

Bevor eine Website gebaut werden kann, müssen ein paar Dinge geklärt sein. Was dazugehört – und warum du das nicht alles allein mitbringen musst.

Website-Strategie 6 Minuten Lesezeit
Von Julia Wirnsberger

Auf einen Blick

Bevor eine Website gebaut werden kann, müssen ein paar Dinge geklärt sein: das Angebot, die Zielgruppe, das Ziel der Website, vorhandene Inhalte, Bildmaterial, technische Rahmenbedingungen (Domain, Hosting, Tools) und der Zeitrahmen. Geklärt sein heißt aber nicht, dass du alles allein mitbringen musst. Es gibt drei Wege: Du klärst es vorab selbst, wir erarbeiten es gemeinsam als eigene Leistung, oder du machst es geführt selbst. Übersprungen werden können diese Punkte nicht – gemacht werden müssen sie nicht zwingend von dir.

Ein Website-Projekt beginnt nicht mit dem ersten Design-Entwurf. Es beginnt mit Antworten auf ein paar Fragen, die vorher geklärt sein müssen – sonst entsteht am Ende eine Website, die zwar gut aussieht, aber nicht das tut, was sie tun soll.

Dieser Beitrag zeigt zuerst, was überhaupt gebraucht wird. Und danach, wer das klärt – denn das ist die Frage, die in den meisten Checklisten unterschlagen wird.

Warum die Grundlagen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden

Die meisten Website-Projekte, die scheitern oder enttäuschen, scheitern nicht an der Technik und nicht am Design. Sie scheitern an ungeklärten Grundlagen: einem Angebot, das noch nicht scharf formuliert ist. Einer Zielgruppe, die noch nicht beschrieben ist. Texten, die erst während des Projekts entstehen sollen – und dann fehlen.

Je klarer diese Grundlagen zu Projektbeginn sind, desto schneller, günstiger und besser wird das Ergebnis.

Wichtig

„Geklärt sein" heißt nicht „von dir allein vorbereitet". Die folgenden Punkte müssen beantwortet sein, bevor Design und Texte entstehen. Von wem sie beantwortet werden, ist eine zweite Frage – die klären wir weiter unten.

Teil 1: Was gebraucht wird

Ein klar formuliertes Angebot

Eine Website kann nicht klarer sein als das Angebot dahinter. Es muss also klar sein, was angeboten wird – und zwar konkret genug, dass daraus Struktur und Texte entstehen können.

Diese Fragen müssen beantwortbar sein:

  • Was wird konkret angeboten?
  • Für wen genau ist dieses Angebot?
  • Was ist das Ergebnis für die Kund:innen?

Formulierungen im Vergleich

Ein Angebot wie „Beratung für Unternehmen" ist zu vage – daraus lässt sich keine Website bauen. „Strategieberatung für inhabergeführte Handwerksbetriebe, die ihr Angebot schärfen und neue Kund:innen gewinnen wollen" – das ist ein Angebot, auf dessen Basis eine Website entstehen kann.

Eine beschriebene Zielgruppe

Eine Website, die alle ansprechen soll, spricht niemanden wirklich an. Je klarer beschrieben ist, für wen das Angebot gedacht ist, desto zielgenauer kann die Website formuliert, gestaltet und strukturiert werden.

Gebraucht wird eine konkrete Beschreibung: In welcher Situation befindet sich die ideale Kund:in? Was sucht sie? Was hält sie davon ab, sofort zu handeln? Was braucht sie, um Vertrauen zu fassen?

Diese Antworten fließen direkt in Texte, Struktur und Call-to-Action ein.

Ein definiertes Ziel der Website

Was soll ein Website-Besuch auslösen? Das muss konkret feststehen, bevor gebaut wird.

Mögliche Ziele:

  • Anfragen für Erstgespräche generieren
  • direkte Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon
  • Newsletter-Anmeldungen gewinnen
  • Vertrauen aufbauen bei bereits bestehenden Interessent:innen
  • Informationsbedürfnisse beantworten, bevor jemand fragt

Jedes dieser Ziele hat andere Konsequenzen für Seitenstruktur, Inhalte und Gestaltung. Wer das Ziel nicht kennt, kann keine Website bauen, die es erreicht.

Ein Überblick über vorhandene Inhalte

Was existiert bereits? Ein bestehendes Logo? Fotos, die genutzt werden können? Textentwürfe? Referenzen, die aufbereitet werden sollen?

Je mehr verwertbares Material vorliegt, desto effizienter läuft das Projekt. Gleichzeitig braucht es einen realistischen Blick: Nicht jedes bestehende Material ist geeignet. Veraltete Fotos, unklare Texte oder ein Logo, das nicht mehr zur Positionierung passt, können ein Projekt bremsen oder teurer machen.

Geplantes Bildmaterial

Wichtig

Fotos brauchen Vorlauf. Wenn erst mitten im Projekt auffällt, dass kein geeignetes Bildmaterial existiert, wartet die Website auf den Fototermin – und der lässt sich nicht beliebig kurzfristig ansetzen.

Zu klären ist: Welche Fotos werden benötigt? Sind sie vorhanden? Wenn nicht – wie und wann entstehen sie?

Bekannte technische Rahmenbedingungen

Besteht bereits eine Domain? Bei welchem Anbieter läuft das Hosting? Gibt es bestehende E-Mail-Adressen, die weitergeführt werden müssen? Gibt es Drittanbieter-Tools, die integriert werden sollen – Buchungssystem, Newsletter-Tool, CRM?

Diese Rahmenbedingungen sind keine Nebensächlichkeit. Sie beeinflussen, welche technische Lösung sinnvoll ist, und können ein Projekt verkomplizieren, wenn sie erst spät auf den Tisch kommen.

Ein realistischer Zeitrahmen

Ein Website-Projekt braucht Mitarbeit: Freigaben, Feedback, Textabnahmen, Bildlieferungen. Wer während des Projekts kaum erreichbar ist, bremst den Prozess – und verlängert die Laufzeit.

Deshalb gehört auf den Tisch, wann realistisch Zeit da ist – damit die Erwartungen auf beiden Seiten stimmen.

Teil 2: Wer klärt das?

Jetzt die ehrliche Einordnung: Die wenigsten haben all diese Punkte fertig im Kopf. Angebot scharf formulieren, Zielgruppe beschreiben, das Ziel festlegen – das klingt einfacher, als es ist. Und als Laie ist es alleine auch schwer, weil genau die Distanz zum eigenen Angebot fehlt, die es dafür braucht.

Das ist kein Problem. Es ist nur eine Frage, die vorher beantwortet werden sollte – nämlich: auf welchem Weg diese Klarheit entsteht.

Es gibt drei:

1. Du bringst es mit. Der Idealfall: Die Grundlagen stehen, wir starten direkt mit der Umsetzung. Das macht das Projekt schneller und günstiger. Wenn du dein Angebot schon länger verkaufst und genau weißt, wer bei dir landet und warum, ist das oft realistischer, als du denkst.

2. Wir erarbeiten es gemeinsam. Wenn die Grundlagen fehlen, ist Website-Konzept & Strategie eine eigene Leistung, die du dazu beauftragen kannst. Ehrlich gesagt ist das auch eine Budgetfrage – dafür bekommst du ein Fundament, das trägt, und musst dich nicht allein durch Fragen quälen, für die dir die Außensicht fehlt.

3. Du machst es geführt selbst. Der Mittelweg: Easy Flow 2.0 beginnt genau bei diesen Fragen. In den ersten Phasen führt dich der Kurs mit KI-Unterstützung Schritt für Schritt durch Angebot und Zielgruppe – bis eine tragfähige Basis steht. In deinem eigenen Tempo, ohne Termindruck.

Wichtig

Was nicht funktioniert, ist der vierte Weg: überspringen und hoffen, dass sich das im Design schon klärt. Es klärt sich nicht. Es fällt nur später auf – dann, wenn Struktur und Texte schon stehen und Änderungen teuer werden.

Was zu dir passt, hängt davon ab, wo du stehst, wie viel Zeit du hast und was ins Budget passt. Genau das sortieren wir im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam ein – dafür musst du nichts vorbereitet haben. Es reicht, wenn du erzählst, was du machst und wo du gerade stehst.

Was du damit gewinnst

Wer weiß, welche Punkte geklärt sein müssen, geht anders in das erste Gespräch: nicht mit dem Gefühl, eine Prüfung nicht bestanden zu haben, sondern mit einer Vorstellung davon, worüber gesprochen wird.

Und vor allem: Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Website am Ende nicht nur gut aussieht – sondern auch funktioniert.

Mehr dazu: Warum Website-Projekte scheitern, bevor sie technisch beginnen · Ablauf bei gocreate

Du weißt nicht, wo du bei diesen Punkten stehst?

Genau dafür ist das kostenlose Erstgespräch da: Wir lernen uns kennen, stecken den Rahmen ab und sortieren ein, was bei dir schon steht und was noch fehlt. Vorbereiten musst du dafür nichts.

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Zusammenfassung

  • Website-Projekte scheitern selten an Technik oder Design – sondern an ungeklärten Grundlagen.
  • Angebot, Zielgruppe und Ziel der Website sind die Punkte, ohne die nicht gebaut werden kann.
  • Geklärt sein heißt nicht: von dir allein vorbereitet. Es gibt drei Wege dorthin.

Autorin

Julia Wirnsberger

Julia entwickelt unter der Marke gocreate professionelle Websites für Dienstleister:innen, Selbstständige und Unternehmen — mit Fokus auf Strategie, klare Struktur, verständliche Texte und moderne Umsetzung. Wichtig ist ihr dabei die individuelle Beratung und Betreuung: Jede:r soll die Lösung bekommen, die wirklich zum eigenen Angebot passt — gerade im Dienstleistungsbereich macht das den Unterschied. Mehr über gocreate erfahren

Julia Wirnsberger von gocreate

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema.

Muss ich fertige Texte mitbringen?
Nein. Texte können im Projekt entstehen – auf Basis der Antworten zu Angebot und Zielgruppe. Wichtig ist die Klarheit über das, was angeboten wird, nicht die fertige Formulierung.
Was, wenn mein Angebot noch nicht klar ist?
Das ist kein Ausschlusskriterium. Wir können dein Angebot gemeinsam schärfen – das ist eine eigene Leistung, die du dazu beauftragen kannst. Oder du erarbeitest es geführt selbst. Nur überspringen lässt es sich nicht, denn eine Website kann nicht klarer sein als das Angebot dahinter.
Wie viel Zeit muss ich während des Projekts einplanen?
Eine pauschale Stundenzahl lässt sich seriös nicht nennen, weil das stark vom Umfang des Projekts abhängt. Zeit brauchst du aber in jedem Fall – vor allem für Freigaben, Feedback und Abstimmungen. Wenn du während des Projekts kaum erreichbar bist, bremst das den Ablauf und verlängert die Laufzeit.

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