Was eine gute Website nicht braucht

Website-Wissen

Was eine gute Website nicht braucht

**Viele Websites scheitern nicht daran, was fehlt – sondern daran, was zu viel drauf ist.** Was du getrost weglassen kannst.

Webdesign & UX 5 Minuten Lesezeit
Von Julia Wirnsberger

Auf einen Blick

Eine gute Website braucht keine Floskeln, kein überladenes Menü, keine generischen Stockfotos und keine zehn verschiedenen Schriften. Was sie braucht: Klarheit, eine klare Struktur und Inhalte, die auf den Punkt kommen.

Eine der häufigsten Fragen vor einem Website-Projekt: „Was muss alles drauf?” Die bessere Frage ist: „Was kann weg?”

Viele Websites scheitern nicht daran, was fehlt – sondern daran, was zu viel drauf ist. Zu viele Seiten, zu viele Texte, zu viele Optionen. Das Ergebnis: Besucher:innen wissen nicht, was sie tun sollen – und gehen.

Floskeln ohne Substanz

„Innovativ”, „ganzheitlich”, „maßgeschneidert”, „leidenschaftlich” – diese Worte stehen auf Tausenden von Websites. Sie sagen nichts darüber aus, was du konkret anbietest und für wen.

Das wird oft unterschätzt

„Professionelle Beratung für Ihren Erfolg" ist keine Positionierung. Es ist ein Platzhalter. Wer nach deiner Dienstleistung sucht, will sofort verstehen: Für wen? Was genau? Was ändert sich?

Ersetze Floskeln durch konkrete Aussagen:

  • Nicht: „Ich begleite dich ganzheitlich auf deinem Weg”
  • Sondern: „Ich helfe Selbstständigen in der Gründungsphase, ihre erste Website aufzubauen – ohne technisches Vorwissen”

Zu viele Menüpunkte

Navigation soll führen – nicht überfordern. Für die meisten Selbstständigen reichen diese Seiten vollständig aus:

  • Startseite
  • Angebot(e)
  • Über mich
  • Kontakt
  • Optional: Wissen / Referenzen

Alles Weitere kann entweder in diese Seiten integriert werden – oder fehlt schlicht nicht.

Generische Stockfotos

Stockfotos von lächelnden Menschen im Businessanzug vor Hochhäusern sagen nichts über dich aus. Oft wirken sie sogar vertrauensmindernd – weil sie zeigen, dass keine echten Einblicke in deine Arbeit vorhanden sind.

Wichtig

Ein echtes Foto von dir – auch kein professionelles Shooting, sondern ein gutes Handy-Foto in natürlichem Licht – wirkt echter und vertrauenswürdiger als das beste Stockfoto.

Slider auf der Startseite

Slider – also rotierende Bildblöcke – sind einer der häufigsten Website-Fehler. Sie verlangsamen die Ladezeit, lenken ab und werden von den meisten Besucher:innen einfach ignoriert oder weggeklickt.

Was stattdessen funktioniert: ein starker, klarer Hero-Bereich mit einer konkreten Aussage und einem deutlichen nächsten Schritt.

Zu viele Angebote auf einer Seite

Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig. Eine Seite, die fünf verschiedene Angebote, drei Formate und zwei Zielgruppen gleichzeitig erklärt, führt zur Entscheidungslähmung.

Besser: ein klares Kernangebot prominent – und weiterführende Optionen für die, die mehr wollen.

Was stattdessen zählt: klare Struktur

Weniger Ballast heißt nicht weniger Wirkung – im Gegenteil. Eine gut strukturierte Website folgt klaren Prinzipien:

  • Eindeutige Startseite: Die Hauptbotschaft ist in wenigen Sekunden klar – wer du bist, was du tust und für wen.
  • Logische Navigation: Besucher:innen finden schnell, was sie suchen.
  • Gezielte Inhaltsführung: Inhalte bauen schrittweise aufeinander auf.
  • Visuelle Hierarchie: Klare Überschriften, gezielte Absätze und ausreichend Weißraum erleichtern das Lesen.
  • Ein klarer nächster Schritt auf jeder Seite.

Was übrig bleibt

Wenn du alles weglässt, was nicht direkt zur Aufgabe der Seite beiträgt, bleibt das Wesentliche übrig:

  • Wer bist du?
  • Für wen ist dein Angebot?
  • Was bietest du an?
  • Was passiert als Nächstes?

Eine Website, die diese vier Fragen klar beantwortet, ist besser als jede überladene Seite mit allem drauf.

Du möchtest eine klare, schlanke Website, die wirklich funktioniert?

Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, was deine Website wirklich braucht – und was nicht.

Erstgespräch vereinbaren

Zusammenfassung

  • Weniger ist mehr – eine schlanke, klare Website überzeugt mehr als eine überladene.
  • Generische Floskeln wie 'maßgeschneidert' oder 'ganzheitlich' ohne Erklärung schaden mehr, als sie helfen.
  • Jede Seite hat eine Aufgabe – alles, was dieser Aufgabe nicht dient, kann weg.

Autorin

Julia Wirnsberger

Julia entwickelt unter der Marke gocreate professionelle Websites für Dienstleister:innen, Selbstständige und Unternehmen — mit Fokus auf Strategie, klare Struktur, verständliche Texte und moderne Umsetzung. Wichtig ist ihr dabei die individuelle Beratung und Betreuung: Jede:r soll die Lösung bekommen, die wirklich zum eigenen Angebot passt — gerade im Dienstleistungsbereich macht das den Unterschied. Mehr über gocreate erfahren

Julia Wirnsberger von gocreate

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema.

Wie viele Menüpunkte sollte eine Website haben?
Für Selbstständige und kleine Unternehmen reichen 4–6 Menüpunkte vollständig aus. Mehr Punkte verwirren – und führen Besucher:innen nicht schneller ans Ziel.
Brauche ich einen Slider auf der Startseite?
Nein. Slider sind optisch aufwändig, verlangsamen die Seite und werden von den meisten Besucher:innen schlicht ignoriert. Ein starker, klarer Hero-Bereich mit einer Aussage ist immer stärker.
Brauche ich alle Social-Media-Icons in der Navigation?
Nein. Social-Media-Icons gehören in den Footer – nicht in die Hauptnavigation. Sie leiten Besucher:innen weg von deiner Website, bevor sie das Angebot gelesen haben.

Passender nächster Schritt

Du möchtest deine Website nicht allein sortieren?

gocreate begleitet professionelle Website-Projekte von Strategie und Struktur bis Design, Umsetzung, SEO-/GEO-Basis und Launch.

Kostenloses Erstgespräch buchen